Geopark Archipel von Vis

Geopark

Geopark Archipel von Vis

Paradiesische Oase des Mittelmeeres

Das Gebiet der Insel Vis und der ihr zugehörigen Kleininseln Biševo, Sveti Andrija, Brusnik, Jabuka und Palagruža, das eine einheitliche geographische Zone mit einzigartigen Lokalitäten und Landschaften bildet, ist zum zweiten UNESCO-Geopark in Kroatien (nach Papuk) erklärt worden.

 

Der Archipel von Vis ist eine aus geologischer Sicht sehr attraktive Gegend, die sich aus Gesteinsformationen interessanter geologischer Herkunft zusammensetzt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Adriainseln, die sich aus Sedimentgestein zusammensetzen, bestehen manche Teile des Archipels von Vis – vor allem der Umkreis der Kleininseln Jabuka („schwarze Pyramide der Adria“) und Brusnik sowie das Innere der Insel Vis – aus vulkanischem Gestein, das vor 220 Millionen Jahren entstanden ist und somit das älteste Gestein an der Adria darstellt.

Ivo Pervan / Geopark Viški arhipelag

Die längste halbgeflutete Meereshöhle an der Adria ist die Höhle der Mönchsrobben (Medvidina špilja) auf der Insel Biševo, während sich die Blaue Höhle (Modra špilja) der unumstritten höchsten Besucherzahlen erfreuen kann.

Weitere geomorphologische Naturdenkmäler des Archipels von Vis sind die Vulkaninseln Jabuka und Brusnik, die Bucht Stiniva auf der Insel Vis und die Grüne Höhle (Zelena špilja) auf der Kleininsel Ravnik. Die Kleininsel Jabuka liegt auf Entfernung von 30 Seemeilen von der Stadt Komiža auf der Insel Vis und besteht aus magmatischem Gestein. In den hiesigen Gewässern ist die Schifffahrt ziemlich unsicher, weil die Funktion von Kompassen durch den Magnetit aus dem Gestein beeinträchtigt wird und das Ankern wegen mangelnder Buchten und tiefem Meeresgrund erschwert ist. Vielleicht ist es auch gut so, denn diese Kleininsel ist die Heimat der endemischen schwarzen Adriatischen Mauereidechse und etlicher endemischer Pflanzenarten.

 

Auf einer etwas geringeren Entfernung von Komiža liegt die Kleininsel Brusnik, die auch aus magmatischem Gestein besteht und sich durch ein gewissermaßen außerirdisches Erscheinungsbild auszeichnet. Ihre Ufer bestehen aus grauem Rundkies verschiedener Korngrößen, und in ihrem Zentrum befindet sich ein mit Meereswasser ausgefüllter Felsspalt, der den Fischern aus Komiža als Aufbewahrungsbecken für gefangene Langusten dient. Palagruža, die am weitesten von der Küste entfernte Kleininsel des Archipels von Vis, ist aus geologischer Sicht besonders interessant, weil sie die Erstfundstelle des einzigartigen Minerals Pelagosit (nach Pelagosa, dem lateinischen Namen der Insel) ist.

Aleksandar Gospić

Die Bucht Stiniva ist nicht nur der wohl schönste Strand auf der Insel Vis, sondern hat wegen ihrer engen und länglichen Form und ihrer Umgebenheit von Felsen den Status einer geschützten bedeutsamen Landschaft. Denselben Status genießt auch die Kleininsel Ravnik, auf der sich die attraktive Grüne Höhle befindet.

Ivo Pervan / Geopark Viški arhipelag
Der Archipel von Vis ist eine der zehn letzten paradiesischen Oasen am Mittelmeer und bildet zusammen mit den Inseln Mljet und Lastovo den „Adriatic Blue Corridor“, d. h. das Teilgebiet der Adria mit der höchsten Biodiversität. Hier leben insgesamt 126 Vogelarten, von denen die spezifischen Hochseevögel wie etwa der Eleonorenfalke, der Sepiasturmtaucher und der Mittelmeer-Sturmtaucher hervorzuheben sind, sowie die streng geschützte Delfinart Großer Tümmler.

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