Die Schönheiten der kroatischen Buchten sicher genießen

Die Schönheiten der kroatischen Buchten sicher genießen

Schönheit berühren

Die Zeit in den unbewohnten Buchten der kroatischen Adria verbringen bedeutet die Schönheit berühren, die unsere Inseln und die Küste in ihrer ursprünglichen Form bieten. Gehen Sie an denselben Stellen vor Anker, wo vor Tausenden Jahren alte illyrische Boote und römische Galeeren festmachten, und genießen Sie das unverändert „saubere“ Ambiente in einem der seltenen Winkel des Mittelmeerraums, der von jeglichen Einflüssen der Zivilisation verschont geblieben ist.

 

Dank den Anforderungen der Nautiker ist heute der Großteil der geschützten Buchten mit Ankerbojen ausgestattet, die für einen ruhigen Schlaf sorgen, den Meeresgrund schonen und wesentlich weniger kosten als Jachthäfen. Diese Kompromisslösung bedeutet, dass sich die schönsten Buchten allmählich in „Mini-Jachthäfen“ verwandeln, wo Sie Ihren Nachbarn oft „in den Teller schauen“ können. Diese Lösung ist komfortabel, wenn Sie bei einem Wetterumschwung nicht in der Marina schlafen möchten (wenn eine sichere Anlegestelle ein Muss ist), doch wenn man von Dutzenden von Gleichgesinnten umgeben ist, verpasst man allerdings das Erlebnis der Harmonie und der Schönheit, die einem in Kroatien nur von der reinen Natur geboten wird. Um das Erwachen in Buchten ohne viele Besucher, das Baden im kristallklaren Meer ohne Publikum und die Möglichkeit der Betrachtung des Sternenhimmels in Ruhe und Stille zu erleben, muss man sich nur etwas weiter von den beliebtesten Ankerstellen und Routen entfernen.

Aleksandar Gospić

In einer sogenannten „wilden“ Bucht zu übernachten bedeutet in erster Linie, gute Nautikerkenntnisse zu besitzen; damit ist nicht nur das Lenken des Bootes gemeint, sondern auch, dass man sich gut mit Wettervorhersagen und generell mit Verhältnissen auf See auskennt.

Dabei soll betont werden, dass eine Übernachtung in Buchten nur bei Schönwetter ratsam sind, denn das Wetter schlägt an der Adria manchmal schnell und überraschend um und kann unvorsichtige Nautiker vor Probleme stellen. Allerding werden alle, die in der Freizeit gerne ein Boot lenken, selbst nicht nur die Grundtechniken, sondern auch fortschrittliche Manöver erlernen, auf die sie in Kroatien in den meisten Fällen nicht zurückgreifen müssen. Wer mit einer professionellen Crew unterwegs ist, kann diese unserer Meinung nach schönste Erscheinungsform des nautischen Kroatiens mit Leichtigkeit erkunden.

 

Die erste Voraussetzung für gutes Festmachen, die für einen ruhigen Schlaf sorgt, ist gutes Ankern. Wer sicher vor Anker liegt, hat nicht nur einen ruhigen Schlaf, sondern schont auch die Stimmbänder, denn es kommt nicht selten vor, dass man in kroatischen Buchten die Rufe der Sommerkapitäne hört. Aus Sicherheitsgründen sollte man vor dem Manöver, bevor der Anker geworfen wird, die Beschaffenheit des Meeresgrundes prüfen, die Tiefe checken und die Entfernung zum Festland und zu den anderen Wasserfahrzeugen schätzen. Damit der Anker gut hält, sollte das Verhältnis von Tiefe zu Länge der Ankerkette/der Ankerleine mindestens 1:3 betragen. Damit wird nicht nur der richtige Winkel des Ankers zur Ankerleine ermöglicht, sondern auch die nötige Dämpfung Ihres Bootes, da bei einem Ruck die auf den Anker wirkende Kraft verringert wird (beispielsweise bei Schwell von vorbeifahrenden Booten). Deshalb ist es äußerst wichtig, dass Sie den Anker beim Werfen nicht am Grund hinter sich her ziehen, sondern mit dem Heck stecken, nachdem der Anker den Boden berührt hat. Dann wird der Anker schneller gefiert, als das Boot sich bewegt, so wird der Anker nicht aus dem Boden gerissen und die Kette/Leine wird richtig abgefiert.

 

Nachdem sich der Anker festgesetzt hat, müssen Sie das Ankermanöver überprüfen, indem Sie das Heck leicht in die Richtung der vorgesehenen Position des Bootes lenken, womit der Anker noch mehr in den Grund gefahren wird. Falls Ihr Boot zum Stehen kommt und dann mindestens einige Meter zum Anker hin zurücktreibt, bedeutet das, dass die Ankerleine gespannt ist und der Anker gut hält. Wenn Sie erst einmal vor Anker liegen, ist mehr als die Hälfte der Arbeit erledigt. Je nach Konfiguration des Grundes, aber auch nach Wunsch der Crew (meistens ist ein „grüner“ Sandboden gefragt) können Sie noch eine Landleine ausbringen und diese an einem Felsen festmachen.


Wir empfehlen, die Situation bei einem Wechsel der Windrichtung zu prüfen. Bei Hochdruck weht tagsüber meistens ein thermischer Wind, und in der Nacht ein Nordwind (die Regel besagt: je stärker der Westwind, desto stärker der Nordwind).

Aleksandar Gospić

Stellen Sie sicher, dass eine Änderung der Windrichtung Ihrem festgemachten Boot nichts anhaben kann, und achten Sie auch auf eventuell in der Bucht auftretenden Wellenschlag, damit Sie ruhigen Schlaf haben. Bereits gemachte Erfahrungen mit dem Aufenthalt in der gleichen Bucht sind von größtem Nutzen; erkundigen Sie sich deshalb bei Bekannten über die Bucht, falls Sie den entsprechenden Standort noch nicht selbst besucht haben.

Aleksandar Gospić

In dem gesamten Prozess ist gutes Ankern die Basis des ruhigen Aufenthalts, anders gesagt: der Freude am Aufenthalt in der Bucht. Wenn Sie diese einfache nautische Fertigkeit erst einmal beherrscht haben, können Sie den Vorgang zur Freude Ihrer Besatzungsmitglieder immer wieder ausführen, die dann die schönsten Winkel der kroatischen Adria kennenlernen können.