Libeccio – der böse Hexenmeister

Libeccio – der böse Hexenmeister

Ein Südwestwind, der an der kroatischen Küste nach dem Scirocco weht. Er kann Seglern sehr gefährlich werden, weil er plötzlich auftritt und Sturmstärke erreichen kann. Im adriatischen Raum verwendet die örtliche Bevölkerung verschiedene Namen: lebićada, lebićoda (Hvar), lebicoada (Vrgada), libićada, garbin, garbinada, garbinoda (Vis), uštrijada (Selca), japrk, afrik, donjak...

 

Der Libeccio ist auch die Bezeichnung für eine Himmelsrichtung (Südwesten). Er erscheint, wenn ein vom Scirocco gebildetes Tiefdruckgebiet nach Osten und Nordosten zieht. Bei Libeccio empfiehlt sich kein Törn, denn seine Wellen aus südwestlicher Richtung kreuzen sich mit Wellen des Scirocco aus südöstlicher Richtung, was oft sehr gefährlich werden kann. Besonders bei geringer Entfernung von der Küste schaffen diese Kreuz-Wellen ein chaotisches Meer. Solange der Libeccio weht, sollte man nach Südwesten und Westen offene Häfen und Buchten meiden.